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osternGiottoEi
Die “Grablegung Christi”, links eine Kopie nach Duccio (1310), rechts die Kopie nach Giotto (1305). Filzstift und Farbstift auf Osterei.

Dieses große Vergnügen, sich seit Jahr und Tag mit einem Thema auseinander zu setzen, und plötzlich treibt das auch andere Leute um und es kommt Bewegung rein, neue Impulse, mehr Aufmerksamkeit und spannende Links.
Das Thema: female artists. Frauen in der Kunst.
Zuerst war da dieser Artikel bei Hyperallergic: Micol Hebron hat ein Projekt namens Gallery Tally ins Leben gerufen:

http://hyperallergic.com/117065/tallying-art-world-inequality-one-gallery-at-a-time/

Ich war begeistert und habe sofort Kontakt aufgenommen, da ich vor Jahren etwas Ähnliches gemacht habe:
The woman problem

Heute fand ich dann über die Huffington Post dieses Video von Schauspielerin Jemima Kirke:

http://m.youtube.com/watch?v=AbUkraQIYv8

Mein Klagelied seit langem: Ich brauche Rolemodels. Ich möchte weibliche Vorbilder haben, Malerinnen, Bildhauerinnen, Zeichnerinnen. Es gibt doch so viele, wo sind die denn, WER sind die denn, auf wen kann ich mich berufen? Also fing ich an, kleine Porträtzeichnungen anzufertigen, wann immer mir das Foto einer Künstlerin begegnete, eine fortlaufende Serie mit dem Titel “My Ancestors“.

"My Ancestors", 2008, Gallery AREA 53, Wien

“My Ancestors”, 2008, Gallery AREA 53, Wien

Das Foto zeigt “My Ancestors” während einer Ausstellung in Wien. Die Zeichnungen in Postkartengröße sind an der Wand zu einem imaginären Stammbaum arrangiert, und es ist ziemlich wahrscheinlich, daß sich auch ein kleines Selbstportät darunter befindet.

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Schauspieler VII, 2005, 100 x 100, Öl/Leinwand

Schauspieler VIII, 2006, 100 x 100, Öl/Leinwand

Schauspieler VIII, 2006, 100 x 100, Öl/Leinwand

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Schauspieler XIII, 2012, 100 x 100, Öl/Leinwand

Schauspieler XIII, 2012, 100 x 100, Öl/Leinwand

The gentle giant (featuring Mathias Noack), 2014, 100 x 100, Öl/Leinwand

The gentle giant (featuring Mathias Noack), 2014, 100 x 100, Öl/Leinwand

The gentle giant (featuring Mathias Noack), 2014, 100 x 100, Öl/Leinwand

The gentle giant (featuring Mathias Noack), 2014, 100 x 100, Öl/Leinwand

“The gentle giant” ist das 14te Porträt, das ich von Mathias Noack gemalt habe. Seit 1999 entsteht Jahr für Jahr (mit einer Ausnahme) ein Bild.

Da liegt er, zusammengekauert, und könnte schon 100 Jahre so liegen, sagt ein Gast im Atelier. Das Gras wächst um ihn herum und lässt ihn Teil der ganzen großen Weite werden. Texas, Weideland, James Dean in “Giants”. Oder Gulliver im Land der kleinen Leute.

Another day in paradise, 2014, 100 x 100, Öl/Leinwand

Another day in paradise, 2014, 100 x 100, Öl/Leinwand

Leda, auf der Flucht vor dem aufdringlichen Zeus, verwandelt sich in verschiedene Tiere, zuletzt in eine Gans. Das kann Zeus auch: er wird ein Schwan und verführt Leda. Fabelhafte Vorlage für Generationen von Maler_innen. Allerdings wird Leda nie in tierischer Gestalt gezeigt, sondern als schöne, sinnliche Frau, die – seltsam genug – einem Schwan nicht widerstehen kann oder will. In unserer Reinszenierung wird die Rolle des Zeus glaubwürdig verkörpert von Stofftier Elsie Büttner.

Clivia

Endlich, schreibt Carsten Bauhaus in der “Siegessäule”, ist Christoph Marti in der Rolle der Clivia Gray auf der großen Bühne gelandet, die er sich “als Ursli Pfister bisher mit eher geringen Mitteln herbeiimaginieren musste”.

Diese Showtreppe! Das Paramount-Gebirge! Die gigantischen goldglitzernden Blüten! Die überlebensgroßen Schwäne im Nebel!

Damit verglichen ist das Porträt, das wir 2010 gemacht haben, eigentlich sehr schlicht ausgefallen.

Cry baby bunting (featuring Christoph Marti), 2010, 100 x 100, Öl/Leinwand

Cry baby bunting (featuring Christoph Marti), 2010, 100 x 100, Öl/Leinwand

20140312-200953.jpg Begonnen hat es mit einer Hamlet-artigen Szene: Sigrid entdeckt den Wolfskopf aus meinem alten Kaspertheater im Atelier, und sofort setzen die alten Bühnenreflexe ein. Sein … oder nicht sein? Dann übernimmt der schwarze Plastikrabe, der sonst für die Taubenvergrämung auf dem Balkon zuständig ist, um schließlich von einem präparierten Raubvogel ersetzt zu werden. Daraus entwickelt sich die Idee einer Diana, einer Göttin der Jagd, zu Pferde, und ich notiere auf der Leinwand:
Ein wildes, sorgloses Tier.

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