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“Give me my robe, put on my crown; I have immortal longings in me.”

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What a piece of work is a man! How noble in reason, how infinite in faculty, in form and moving how express and admirable, in action how like an angel, in apprehension how like a god — the beauty of the world, the paragon of animals!

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Ich wappne mich bereits für den oft gehörten Kommentar: “So lassen! Gerade das Unfertige macht es so reizvoll!”
Kolleginnen, Kollegen, wie geht Ihr mit diesem Ratschlag um? Ihr kennt das doch sicherlich auch, oder? Was erwidert Ihr darauf? Oder befolgt Ihr den guten Rat und wendet Euch der nächsten Arbeit zu?

Motivation

Über Motivation hat Maximilian Buddenbohm neulich was Schönes geschrieben:

http://www.herzdamengeschichten.de/2014/09/03/motivation/

Zwar kann ich mir nicht vorstellen, freiwillig zu solcher Uhrzeit das Bett zu verlassen, aber diese kribbelige Vorfreude und Begeisteung der Marke “Geht es jetzt endlich los?”, die habe ich eigentlich bei jedem neuen Termin mit einem Porträtmodell.
Heute: Koenraad.

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Gestern haben wir noch Raffael bewundert, heute kommt Tizian an die Reihe:
Die Gesten seiner “Flora” sollen es sein. Die Blumen allerdings, die Flora in ihrer Rechten hält, müssen einigen übergroßen Insekten weichen, und so einigen wir uns flink darauf, dass es sich wohl um ihre Kollegin Fauna handelt.
Aber warum dieser Blick, Fauna? Was gibt es denn dort oben?
Das Lexikon der Mythen und Sagen hilft weiter: Fauna, so heißt es dort, ist nicht nur Beschützerin alles Lebens in Wald und Flur, sondern auch zuständig für Orakel, Weissagungen und das helle Sehen.

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Zum Vergleich: Tizians “Flora”

“In einer großartig geschraubten Bewegung ist die hl. Katharina von Alexandrien dargestellt. [...] Ihre rechte Hand liegt ergriffen an der Brust, während sie zum lichterfüllten Himmel aufblickt.”
(Aus “Der Triumph der Farbe” über Raffaels Heilige Katharina)

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Zum Vergleich:
“Die hl. Katharina” von Raffael

Substitute

Beim Einsatz von Requisiten ist Kreativität gefragt. Nicht immer sind die benötigten Tiere im Atelier vorrätig, und es muss ein Ersatz gefunden werden. Hier beispielsweise “Dame mit dem Strickzeug”

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Atelier Juli 2014

Atelier Juli 2014

Wer im Blog runterscrollt, kann vergleichen, was sich seit Mai verändert hat. Von mir aus könnte es ruhig schneller voran gehen – aber die Menschen, die ich porträtiere, haben ja auch ihre Terminkalender. Einer ist fast nie in Berlin, weil er von Dreh zu Dreh reist, eine ist zur Miss CSD gewählt worden und kommt vor lauter Repräsentationsaufgaben zu sonst nichts mehr, eine zieht sich gerade in die Sommerfrische zurück, eine hat vor lauter Projekten überhaupt erst ab Oktober wieder Zeit – frühestens! Und so weiter. Also vertreibe ich mir vorerst die Zeit damit, Kieselsteine zu malen.

Zweites Porträt von K., Detail

Zweites Porträt von K., Detail

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