Feeds:
Beiträge
Kommentare

„I badly need a grizzly friend“ – ein Gefühl, das wir alle kennen, oder? Und manchmal wird zusätzlich auch noch ein Huhn dringend benötigt, und ein kleines Vöglein obendrein.

Neues Modell!!! Begeistert reibe ich mir die Hände: Ausgeh-Dörte ist auf dem Weg ins Atelier. Das Make-up schwarz-silber, die Kleidung schlicht schwarz, die elegantesten Highheels und ein absolut natürliches Talent für die elegante Pose – damit lässt sich viel anfangen! 

Erste schnelle Skizze von Dörte

Das Literarische Colloquium Berlin hatte zu einem besonderen Festival eingeladen:

Empfindlichkeiten – Homosexualitäten und Literatur

Zwei gut gefüllte Tage in der Villa am Wannsee, zu denen ich als Zeichnerin eingeladen war. Eine kleine Auswahl:

20160729-174707.jpg

Angela Steidele


20160729-174720.jpg

Konzentriertes Publikum


20160729-174736.jpg

Antje Rávic Strubel


20160729-174751.jpg

Dirk Naguschewski moderiert ein Panel


20160729-174802.jpg

Ben Fergusson


20160729-174819.jpg

Pause mit Blick über den Wannsee


20160729-174833.jpg

Joachim Helfer, Saleem Haddad und Sookee auf dem Podium


20160729-174843.jpg

Masha Gessen


20160729-174855.jpg

Ronny Matthes vom Albino-Verlag und live bloggender Stefan Mesch

20160729-174905.jpg

Thomas Meinecke als Zuhörer

https://playgender.wordpress.com/skizzen/

Zeichnen, zeichnen, zeichnen, was könnte schöner sein? (Außer malen natürlich 😉) Wie mit ein paar Strichen eine Bewegung erzählt werden kann, ein Gefühl vermittelt wird, eine Geste zum Leben erwacht. Die Zeichnungen, die ich unter dem playgender-Link zeige, sind Skizzen für meine Gemälde. Das Modell kennen lernen, Positionen ausprobieren, feststellen, ob eine gute Idee auch auf Papier noch gut aussieht, ob eine Haltung überhaupt länger als eine Minute auszuhalten ist, historische Gemälde reinszenieren und plötzlich ein ganz anderes Thema auf dem Blatt wiederfinden – das alles können die Skizzen. 

Ab Donnerstag findet im Literarischen Colloquium Berlin ein Festival statt: Empfindlichkeiten. Homosexualitäten und Literatur 

http://www.lcb.de/home/#empfindlichkeiten

Zu diesem Festival bin ich als Zeichnerin eingeladen und schon sehr gespannt, wie sich dort arbeiten und kooperieren lässt. Eine*r der dort auftretenden Künstler*innen hat mit mir gerade Skizzen für ein Porträt gemacht und mich daraufhin schwärmerisch an die Organisator*innen empfohlen. Ich freu mich total – und werde berichten.

image

The House of Fame (featuring CrisToni), 2016

Toni hatte Hörner gebastelt – kunstvoll geschwungene, schwarze Hörner. Doch in der Position, die wir für das Portrait gewählt haben, kamen sie überhaupt nicht zur Geltung. Ersatzweise hielt ein Ziegenbock Einzug, eines der typischen „Hexentiere“. Bekannter ist wohl die schwarze Katze, aber auch Wolf und Spinne, Fledermaus und Eule gehören dazu. In Japan sind die Eulen besser beleumundet, dort gelten sie als „divine ancestors“, aber Europa hat dazu andere Ansichten. Eulen tun sich mit Hexen zusammen und tanzen auf den Gräbern, heißt es.
Und wenn wir schon beim Hexenequipment sind, dann sollte doch auch Mandragora nicht fehlen, die Alraune, ein Zaubermittel seit der Antike. Fabelhafte Geschichten rund um dieses „Beruf-Kraut“: vor allem unter Galgen sollten sie wachsen, aus Urin und Sperma der Gehenkten entstehen, und um in den Besitz eines Alraun zu gelangen, muss ein Hund sein Leben lassen. Denn eine Alraune, aus der Erde gezogen, stößt einen tödlichen Schrei aus. Also wird die Pflanze gelockert, einem (schwarzen) Hund an den Schwanz gebunden (um Mitternacht), der zieht sie dann heraus und stirbt.
Vielleicht hatte Ben Jonson solche Geschichten im Sinn, als er um 1610 „The Masque of Queens“ schrieb. In diesem Stück tanzen 11 Hexen und schildern ihre Unarten, bis „The House of Fame“ auftritt – the virtuous queens. Ob Toni zu der einen oder der anderen Gruppe gehört … wer weiß das schon.


Bambi mit einem Kragen wie von Van Dyck geborgt, überhaupt halsaufwärts wie vom Set einer Shakespeare-Verfilmung kommend, steht da wie die von Degas modellierte „Kleine Tänzerin“. Ich bin begeistert! Wie lange ich mir schon wünsche, mal so einen Mühlkragen ins Bild bringen zu können. Aber Bambis Koffer bietet noch mehr:


Eine kleine Meerperson – Neptun vielleicht? Dreizack ist ja vorhanden.