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Wow! That escalated quickly! Ich möchte im Sommer gern ein Portrait mit Peter Frost machen: Öl, Leinwand, painted from life, das volle Programm. Im Vorfeld schon mal eine kleine Aquarellskizze … und noch eine … und nochmal den Bart anders probieren … oder mal ganz hell lassen … oder überhaupt andere Farben wählen … und jetzt sitze ich eigentlich täglich mit den Aquarellfarben da und mache kleine flinke Portraits, inzwischen nicht mehr auf Peter Frost beschränkt. Aber hier sind die sechs, bei denen es um ihn geht.

2012: Schauspieler XIII (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

2010: Schauspieler XII (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

2009: Schauspieler XI (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

2008: Schauspieler X (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

2007: Schauspieler IX / Hommage à B. R. (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

2006: Schauspieler VIII (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

2005: Schauspieler VII (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

2004: Schauspieler VI / Penthesilea (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

2003: Schauspieler V (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

2002: Schauspieler IV (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

2001: Schauspieler III (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

2000: Schauspieler II (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

1999: Schauspieler (featuring Mathias Noack), 100 x 100, Öl/Leinwand

Die wieder entdeckte Liebe zum Aquarell hält an. Im Unterschied zu den lebensgroßen Porträts in Öl, die alle painted from life sind, arbeite ich hier auch nach Fotos. Schnelle, kleine, vergnügte Nebenbei-Arbeiten.

Eines der raren Auftragsporträts, die ich sehr selten mache. Soeben fertig geworden, Farbe noch nicht trocken, Künstlerin zufrieden.

Who run the world (featuring Paula), 2017, 70×70, Öl/Leinwand

Showtime

Zu sehen im LUDWIG in der Anzengruberstraße, Berlin Neukölln.

A shepherding moon (featuring Sigrid Grajek), 2017, 100 x 100, Öl/Leinwand

Ein fabelhaftes Foto von Claire hat Guido Woller gemacht: mit Zigarre im Mund und Drink in der Hand, energiegeladen und mit Schalk im Nacken lehnt sie an der Bar, bereit, jederzeit aus dem Stehgreif die ganze Kneipe aufzumischen und zu unterhalten. Mit dieser Energie betritt sie ihre Bühne; wer das mal erlebt hat, vergisst es nicht mehr. Und wenn die Show vorbei ist? Wenn es nicht mehr ums Fokussieren geht, sondern ums Lockerlassen? 

Diesen Moment wollten wir finden und malen, den Transitbereich, in dem aus Claire wieder Sigrid wird. Das Jacket hat sie schon abgelegt, den Schmuck noch nicht, ein Manschettenknopf hat die Arbeit bereits eingestellt, und im Niedersinken ringt sie sich die Krawatte vom Hals … oder hält sich damit gerade noch aufrecht? 

Rückzug in die Natur, ins idyllische Grüne, wo die Schmackeduzchen wachsen.

Claire Waldoffs Lied vom liebestollen Enterich, der sein Schmackeduzchen umschwärmt – ach, die ewige Geschichte des hartnäckigen Verehrers. Pan verfolgt die Nixe Syrinx, Zeus verwandelt sich in diverses Getier, bei Leda in einen Schwan, bei Ganymed in einen Adler … aha, da kommt er auch schon geflogen. Hat er ein Auge auf Claire geworfen? Oder auf Sigrid? Oder kommt er als zorniger Rächer, der Prometheus zeigen möchte, wo der Hammer hängt? 

Prometheus als Rebell, der Urtyp einer autonomen Künstlerpersönlichkeit: 

„Ich dich achten? Wofür?“ lässt Goethe ihn gegen Zeus aufbegehren. 

„Hier sitz ich, forme Menschen

Nach meinem Bilde,

Ein Geschlecht, das mir gleich sei,

Zu leiden, zu weinen,

Zu genießen und zu freuen sich,

Und dein nicht zu achten,

Wie ich!